Amphibienzäune

Die Amphibienzäune in Ennetach, Zielfingen, Rulfingen (2x), Blochingen und am Lausheimer Weiher werden jährlich zur Hauptwanderzeit der Amphibien zu ihren Laichgewässern (Februar bis April in Abhängigkeit von der Witterung) von Mitgliedern der Ortsgruppe sowie zahlreichen Helfern (und teilweise der Straßenmeisterei Saulgau und Sigmaringen) aufgestellt, in täglichen Kontrollgängen am frühen Morgen und späten Abend überprüft sowie nach Ende der Wanderungen wieder abgebaut. Traditionell findet jedes Jahr ein Helferfest statt.

Der Amphibienzaun bei Ennetach entlang des Betonplattenweges zum Schützenhaus besteht aus einem Kunststoffzaun ...

... und einem Holzzaun mit einer Länge von rund 300m.
Auch der Amphibienzaun bei Rulfingen wird jährlich...
... von zahlreichen Mitgliedern des NABU und freiwilligen Helfern installiert...
und morgens sowie spätabends betreut .
Eimer werden entlang der Zäune in den Boden eingegraben, wobei der Eimerrand eben zur Bodenoberfläche ausgerichtet wird.
Während ihrer Wanderung gelangen die Amphibien an den Zaun, wandern an diesem entlang und plumpsen in die Eimer. Die Hauptwanderung konzentriert sich auf wenige, meist feuchtwarme Abende . Dann werden die Eimer wie hier ganz besonders voll...

... und die Helfer haben alle Hände voll zu tun ! Auf dem Bild sieht man eine weibliche, größere Erdkröte im Vordergrund nebst einigen kleineren, etwas dunkleren Männchen am Boden des rosaroten Eimers.

Die eingegrabenen schwarzen Eimer bleiben im Boden. Die Amphibien werden in mitgebrachten Eimern und Behältnissen vorsichtig aufgesammelt und...

... über die Straße zu ihren Laichgewässern getragen, hier an die Aufstauung des Trögebachs bei Ennetach.

Es werden hauptsächlich Erdkröten eingesammelt. Insgesamt werden an allen Zäunen jährlich einige Tausend Amphibien vor dem Tod durch Überfahren gerettet.

Krottenfalsch oder grottenfalsch - Schwäbisch für Besserwisser ( Schwäbisches Tagblatt vom 27.07.02 ).